News

Kabinett bringt Verbot von Kinderehen auf den Weg

07.04.2017

Ehen von Minderjährigen soll es in Deutschland nicht mehr geben. Das Bundeskabinett hat ein entsprechendes Gesetz beschlossen. Das Mädchenhaus Bielelefeld e.V. begrüßt diesen Beschluss!

Dazu die Pressemitteilung des Unabhängigen Missbrauchsbeauftragten Röhrig.

Berührendes Video

10.10.2016

Zum Weltmädchentag 2016 - Ein berührendes Video

Wir gegen Zwangsheirat! Mit diesem Entschluss drehten die Schülerinnen des Oberstufenkollegs Bielefeld, im Rahmen einer Projektwoche der Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat, einen Kurzfilm. Ab heute wird er als Vorspann im Bielefelder Lichtwerk gezeigt und ist nun auch hier zu sehen. Drei Minuten, die nicht nur auf das Thema Zwangsheirat aufmerksam machen, sondern wachrütteln und unter die Haut gehen. Der Film wurde von Planung bis hin zur Durchführung inklusive Musik und Schnitt von den Mädchen selbst produziert.  Er soll ab dato für die Präventions- und Öffentlichkeitsveranstaltungen der Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat genutzt werden.

Wir freuen uns sehr, dass der Kurzfilm als Vorfilm im Lichtwerk passend zum Welt-Mädchentag am 11.10.16 gezeigt wird sowie danach täglich bis zum 24.11.16.

Im Dezember 2011 erklärten die Vereinten Nationen den 11. Oktober zum „International Day of the Girl Child“ – dem Welt-Mädchentag. Seit 2012 wird an diesem Tag auf die weltweite Benachteiligung und Diskriminierung von Mädchen aufmerksam gemacht. Es wird zur Stärkung der Rechte von Mädchen aufgerufen und eine Chancengleichheit zwischen Mädchen und Jungen eingefordert.

Seit 2007 gibt es die Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat des Mädchenhaus Bielefeld e.V., welche maßgeblich vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen sowie durch Spenden finanziert und unterstützt wird. Sie bietet seither ein umfangreiches Präventions-, Informations-, und Beratungsangebot für Betroffene, Unterstützungspersonen und Multiplikator_innen aus NRW an.  Weitere Infos unter: www.zwangsheirat-nrw.de

Danke an: das Oberstufenkolleg (Dr. Tuncer Cabadad), der Uni Bielefeld (Christina Thomas), Pop Secretagenten (Bernd Jung), das Lichtwerk Bielefeld, Türksmarttv und natürlich den engagierten Schülerinnen!

Artikel in der FAZ

15.09.2016

In de FAZ ist ei interessanter Artikel mit dem Titel “14 Jahre und schon Ehefrau” erschienen,

bei dem die Erfahrungen des Mädchenhauses Bielefeld mit seinem Clearinghaus Porto Amal und der Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat zum Thema Zwangsheirat und Frühehe miteinflossen. Artikel FAZ-22.08.2016

Beachten Sie bitte auch unsere Stellungnahme zum diesem Thema. Stellungnahme Zwangsheirat/Frühehe

Kreative Projektwoche im Oberstufenkolleg!

13.07.2016

Bielefelder Schülerinnen untersuchen Folgen von Zwangsheirat

Aus dem Projekt ist ein Kurzfilm als Aufklärung für Betroffene entstanden

Berät Betroffene: Sevilay Inci-Kartal vom Mädchenhaus. - © Sarah Jonek
BERÄT BETROFFENE: SEVILAY INCI-KARTAL VOM MÄDCHENHAUS. | © SARAH JONEK

Bielefeld. Ihre Hände sind gebunden, ihre Münder verklebt. Liridone, Paula, Saskia und Delia, 18 und 19 Jahre alt, haben sich dazu weiße Hochzeitskleider angezogen. Dann bekommt jede der Oberstufenkolleg-Schülerinnen einen Mann an ihre Seite beordert. Den Unbekannten, so stellen sie es sich vor, müssen sie heiraten. Mit der Aktion versuchen sie, das Erleben von Mädchen und Frauen zu simulieren, die zwangsverheiratet werden. "Bedrückend" fühle sich das an, bestätigen sie.

Mit dem Mädchenhaus und ihrem Lehrer Tuncer Cabadag haben die Kollegiatinnen sich dem Thema angenähert - und zwar weniger auf der rationalen, sondern "viel mehr auf der Erfahrungsebene", wie Cabadag berichtet. "Ziemlich schockierend" seien die inneren Erlebnisse gewesen", sagt Saskia Krahpohl. "Mir war auch gar nicht bewusst, dass das auch hier, in unserer Nachbarschaft, passiert."

Doch genau so ist es. Davon berichteten Sevilay Inci-Kartal und Ergül Sam vom Bielefelder Mädchenhaus. Die beiden Frauen arbeiten bei der Fachberatung gegen Zwangsheirat. "150 bis 160 Mädchen und Frauen wenden sich jährlich an uns", sagt Inci-Kartal. "Das sind die, die sich trauen." Die meisten wohnen in der Region und im Land NRW. Die Beraterinnen rechnen mit einer hohen Dunkelziffer bei Zwangsehen.

Meistens sind Mädchen und Frauen betroffen - sogar Zwölfjährige haben sich schon gemeldet -, manchmal auch Männer. "Patriarchalische Strukturen" seien der Hauptgrund für diese Praxis, erklären Inci-Kartal und Sam. "Es geht um Kontrolle, um die Angst, dass sich die Töchter zu sehr den westlichen Werten annähern oder auch darum, Homosexualität - aus Sicht der Eltern - zu heilen", erklärt Sevilay Inci-Kartal.

Die Beraterinnen stärken die Mädchen, die zu ihnen kommen. "Wir erklären ihnen, dass Zwangsheiraten mit keiner Religion zu rechtfertigen sind", sagt Inci-Kartal. "Die Mädchen sollen selbstbewusst zu ihren Eltern gehen. "Dafür müssen sie auch wissen, welche Rechte sie haben", sagt Sam. Viele kennen diese nicht, vor allem, wenn sie aus Kulturen zugewandert sind, in denen Frauen traditionell weniger Mitsprache zugestanden und Wert entgegen gebracht wird als Männern.

Für Kollegiatin Liridone Ramadani ist es besonders schockierend, dass Mädchen, die sich dem Diktat von Eltern oder Familie verweigern, oftmals sozial ausgeschlossen werden. "Liebe ist doch das Stärkste, was es gibt", sagt sie, wissend darum, dass die Betroffenen oft hin und hergerissen sind zwischen Liebe und Loyalität zu Mutter und Vater einerseits und Durchsetzung ihrer Persönlichkeitsrechte.

Das ganze Drama für die Mädchen in Zwangsehen haben Liridone und die anderen Projektteilnehmerinnen in einem Kurzfilm zusammengefasst. Den verwendet das Mädchenhaus nun zur Veranschaulichung.

Die Fachberaterinnen des Mädchenhauses klären jährlich bei rund 40 Veranstaltungen über Zwangsheiraten auf. Mädchen und Frauen, die Hilfe brauchen oder nähere Informationen wünschen, können sich melden unter Tel. (0521) 521 68 79 oder

www.zwangsheirat-nrw.de

Veranstaltung am 14.04.16 in der VHS

05.04.2016

TERRE DES FEMMES: STOP Frühehen! Foto: © evgenyatamanenko - Fotolia.com

 

 

 

 

 

 


Foto: www.frauenrechte.de

Zwangsheirat/Frühehen und Flucht 

Information und Austausch aus mädchenspezifischer Perspektive
für Multiplikator_innen, Mitarbeiter_innen der Flüchtlingshilfe und Interessierte
Die Veranstaltung bietet drei Input-Referate zu den Themen Zwangsheirat, Frühehe und Flucht und deren Zusammenhängen. Danach wird es die Möglichkeit und Raum für Fragen und Austausch geben.

Veranstalterinnen und Referentinnen:
TERRE DES FEMMES und das Mädchenhaus Bielefeld e.V. (Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat und Porto Amal – Clearinghaus für unbegleitet minderjährig geflüchtete Mädchen)

Die Veranstaltung findet am 14.04. in der Zeit von 18:30 – 21.00 Uhr im Murnausaal der Volkshochschule, Ravensberger Park 1, 33607 Bielefeld statt.

Der Eintritt ist frei, ein Austritt in Form einer kleinen Spende ist erwünscht.

www.mädchensicherinklusiv.de ist online!

01.02.2016

www.mädchensicherinklusiv-nrw.de ist online!!!

Die barrierearme Webseite ist ein Informations- und Beratungsportal für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung und steht auf Deutsch, in Leichter Sprache und auf Türkisch zur Verfügung.

Sie ist Teil unseres Modellprojektes „Gewaltprävention und Gewaltschutz für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung - Aufklärung, Sensibilisierung, Vernetzung und Hilfe; Entwicklung von Unterstützungsangeboten für Beratungseinrichtungen“.

Das Modellprojekt wird gefördert durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen.

Vater wegen Zwangsheirat in Brandenburg verurteilt!

11.12.2015

Quelle: rbb-Inforadio | Lisa Steger

Frau, die den Ehering ablehnt (Quelle: Imago)

Urteil in Kraft-Bewährungsstrafe für Zwang zur Heirat

Das erste Brandenburger Strafverfahren um eine Zwangsheirat ist rechtskräftig abgeschlossen. Ein Potsdamer Familienvater war zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden, hatte aber Berufung eingelegt. Er darf sich seiner Tochter nicht nähern oder Kontakt zu ihr aufnehmen. Ein 48 Jahre alter Vater hat seine Verurteilung wegen Zwangsheirat und Körperverletzung seiner Tochter akzeptiert. Am Dienstag zog er seine Berufung vor dem Landgericht Potsdam zurück, wie eine Justizsprecherin am Mittwoch bestätigte.

Der Mann war im Dezember 2014 vom Amtsgericht Potsdam zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt worden, weil er seine damals 19 Jahre alte Tochter gezwungen hatte, den Sohn eines Freundes zu heiraten. Das Gericht hatte dem Mann als Bewährungsauflage verboten, seine Tochter zu kontaktieren.

In Polizeibegleitung zum Prozess

Kurz nach ihrer Eheschließung im türkischen Konsulat war die Tochter in ein Frauenhaus geflüchtet. Zum Prozess war sie seinerzeit in Polizeibegleitung erschienen. Ihre Angehörigen, die im Prozess als Zeugen aussagten, bezichtigten sie der Lüge und unterstützten den Vater, verstrickten sich bei ihren Aussagen allerdings in Widersprüche.

Mehr als ein Jahr hatte der Fall damals bereits das Amtsgericht beschäftigt. Zwei Prozesse waren bereits geplatzt. Der Richter hatten im November 2013 das erste Verfahren ausgesetzt, um ein Gutachten über die Glaubwürdigkeit der Braut anfertigen zu lassen. Der zweite Prozess scheiterte dann, weil Unterlagen - etwa zur späteren Scheidung von Serife und Murat - fehlten.

Für die Familie ging es bei dem Prozess um viel. Bei einer höheren Strafe hätte der Familienvater sogar nach Verbüßung der Strafe abgeschoben werden können.

Die junge Frau lebt heute an einem unbekannten Ort und hat keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie.

 

Todesanzeige der Kolleginnen der anonymen Schutzeinrichtung Papatya

14.10.2015

Wir trauern mit unseren Kolleginnen von Papatya. Diese Anzeige erscheint am 11.10.2015 im Tagesspiegel Berlin. Wir finden es wichtig, dass möglichst viele von diesem “Ehrenmord” erfahren.

Sechssprachige smartphonekompatible Onlineberatung

02.10.2015

Beratung gegen Zwangsheirat per Smartphone

Heute ist ein Bericht über unsere nun auch smartphonekompatible sechssprachige Onlineberatung in der Neuen Westfälischen. Hier geht es zum Artikel und hier zur Onlineberatung

Projektwoche im Carl-Severing-Berufskolleg

10.06.2015

Berührende und mutige Rede einer starken Frau

20.03.2015

Schauspielerin und Botschafterin von TERRE DES FEMMES Sibel Kekilli.
Foto: © Uwe Steinert, Berlin

Ich liebe meine Kultur. Auf dem Weg zu meiner Freiheit habe ich sie zu einem sehr großen Teil verloren. Für diesen Weg habe ich viel bezahlt. Er war sehr lang, schmerzhaft und selbstzerstörend. Aber meine Vision war immer Freiheit, um deren Willen ich mich sogar ab und zu verrannt habe. Trotzdem, ich war, und bin nach wie vor bereit, das alles auf mich zu nehmen. Meinen eigenen Weg zu gehen, kostet mich noch immer sehr viel Mut und Kraft ...

Hier die komplette Rede

Jedes Mädchen hat das Recht auf Schutz!

18.02.2015

Mädchen und Frauen mit einer Behinderung tragen ein besonders hohes Risiko, Opfer von Gewalt zu werden. Das belegt eine aktuelle Studie, der zufolge diese Zielgruppe zwei- bis dreimal häufiger Opfer sexualisierter Gewalt ist als der weibliche Bevölkerungsdurchschnitt. Um dem eigentlichen Bedarf gerecht zu werden, plant das Mädchenhaus Bielefeld e.V. daher den barrierefreien Ausbau eines neu erworbenen Hauses.

Unsere Geschäftsführerin Birgit Hoffmann und unsere Schirmherrin Paula Kahlenberg waren für das große Ziel "Barrierefreie Zuflucht" in der Lokalzeit OWL im WDR - Fernsehen. Hier der Link zum Video.

Tolles Schulprojekt zum Thema "Mädchenwelten"!

14.01.2015

Tolles Schulprojekt zum Thema "Mädchenwelten"!

Hier ein kurzer Einblick in die Zukunftswerkstatt, die wir mit Schülerinnen des Carl-Severing-Berufskollegs in Bielefeld zum Thema “Mädchen-Welten” durchgeführt haben. Über die Projektwoche werden wir in Kürze noch ausführlicher berichten.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen Mädchen bedanken, die bei der Zukunftswerkstatt mitgemacht haben. Ein besonderer Dank gilt Herrn Steffek für die tolle Organisation und das Engagement. Ihr ward einfach großartig!!!

Bielefeld ist bunt! Demo am 19.01.2015

12.01.2015

WDR 5 - Interview mit Birgit Hoffmann, Geschäftsführerin des Mädchenhauses Bielefeld e.V., zum Thema "Zwangheirat zerstört Lebensentwürfe"

12.01.2015

Das Interview wurde am 22.12.2014 in der Sendung Westblick ausgestrahlt. Wenn Sie sich das Interview anhören möchte, klicken Sie hier.

25.November 2014

24.11.2014

120 Fachkräfte aus dem Kinder- und Jugendbereich besuchen Fachtagung in Gütersloh

24.11.2014

Improvisationstheater zum Thema Zwangsheirat

05.11.2014

Fortbildung zum Thema Zwangsheirat

07.10.2014

Die Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat wird 7!!!!!

16.06.2014

Am 15.06.2007 ging die Homepage www.zwangsheirat-nrw.de online


Nur was sich frei entfalten kann,
entfaltet seine ganze Schönheit.

Zwang unterdrückt meine Seele.

Ich muss frei sein, um lieben zu können.

Und ich muss lieben können, um frei zu sein.

Wenn ich entscheiden müsste
zwischen einer Liebe,
die mir Freiheit stiehlt und einer Freiheit,
die mir die Liebe nimmt,
ich würde die Freiheit wählen.
Wer mich besitzen will, wird mich verlieren.

Wer meine Freiheit achtet, wird meine Treue spüren.

(von ROSA)

Internationaler Frauentag 2014 in Bielefeld

27.02.2014

Am 8. März ist Internationaler Frauentag, der die Rechte von Frauen in den Mittelpunkt stellt. Entstanden ist er um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen.  

Die Gleichstellungsstelle veröffentlicht in jedem Jahr zum Internationalen Frauentag einen Flyer mit allen Veranstaltungen in der Stadt und bietet in der Regel auch eine eigene Veranstaltung an. Der Flyer mit dem kompletten Programm für den Internationalen Frauentag in Bielefeld kann hier als PDF heruntergeladen werden.

KINOSONDERVORFÜHRUNG FÜR DAS MÄDCHENHAUS

21.11.2013

Paula Kalenberg und Tim Oliver Schultz werden dabei sein, wenn im Lichtwerk die Sommerkomödie SYSTEMFEHLER – WENN INGE TANZT gezeigt wird.

Einlass: Samstag, 7.12.2013 um 11:30 Uhr
Beginn: 12:30 Uhr

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!
Infos und Anmeldung unter www.aktion-zuflucht.de

PS: Dieser Film ist liebenswert und lustig gemeint, aber manche Dialoge sind völlig unangebracht und verletzend. Wir als Mädchenhaus möchten uns von diskriminierenden Inhalten ausdrücklich distanzieren. Daher wird es im Rahmen der Veranstaltung zu einer Stellungnahme und gerne auch zu einer Diskussion kommen.

WELTENWESEN IM BRÜCKENBAU

18.09.2013

Kunst & Fotografie für die Zuflucht

Für das Mädchenhaus Bielefeld wird in Bielefeld eine sehr besondere Ausstellung gezeigt. Ab dem 6. September zeigen sechs Künstler unter einem Dach ihre Werke zum Thema „Positive Ressourcen“. Gezeigt wird die Ausstellung in der Bielefelder Stadtmitte – Münzstraße 8, 33602 Bielefeld – werktags ab 17 bis 20 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Kuratorin ist Nina Maria Oetker – der wir sehr dankbar für ihr Engagement sind. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.weltenwesen-im-brueckenbau.de

WICHTIG!!!

17.07.2013

Aufgrund der Umstellung der Telefonanlage kann es am 22.07.2013 zu technischen Problemen kommen.
Im Notfall erreichen Sie uns über Telefon: 0521-21010

Online-Petition gegen die geplante Kürzung bei der Bielefelder Familienberatung

06.06.2013

Keine Kürzungen der Bielefelder Familienberatung!

Wir fordern die Politik auf, die geplanten Kürzungen für die Familienberatungsstellen zurück zu nehmen!!!

Begründung:

Kürzungen bei den Familienberatungsstellen –
Stadt zwingt Träger zur Einschränkung präventiver Arbeit und stellt 
Ratsuchende und ihre Familien ins Abseits

Setzen Sie sich für den Erhalt des Beratungsangebotes ein und stimmen
Sie gegen die geplanten Kürzungen!

Wir alle profitieren davon wenn:

  • Menschen in Bielefeld Zugang zu niedrigschwelliger, zeitnaher und unbürokratischer Hilfe haben,
  • Gewalt in Familien frühzeitig beendet werden kann,
  • Die Erziehungssicherheit der Eltern gestärkt wird,
  • Jugendliche ihre Ausbildung schaffen,
  • Soziale und psychische Probleme frühzeitig erkannt und bewältigt werden können und psychische Erkrankungen vermieden werden,
  • Jugendliche nicht kriminell werden,
  • Beide Eltern sich trotz Trennung / Scheidung gut um ihre Kinder  kümmern,
  • Alleinerziehende Mütter / Väter ihre Belastungen besser meistern  können,
  • Eltern ihre Sorgen und Nöte lernen miteinander zu besprechen und Kinder nicht darunter leiden müssen,
  • Gruppenangebote Grenzen zwischen Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern überbrücken helfen.


In den Bielefelder Familienberatungsstellen will die Kommune 150.000 € einsparen. Diese geplante Kürzung würde zusätzlich den Wegfall von ca. 70.000 € an Landesgeldern bedeuten und zukünftig Mehrkosten im städtischen Haushalt durch teure Folgemaßnahmen verursachen.

Wir fordern die Politik auf, die geplanten Kürzungen für die Familienberatungsstellen zurück zu nehmen!!!

Im Namen aller Unterzeichner/innen
Gesellschaft für Sozialarbeit
Diakonie für Bielefeld

Hier geht's zur Website der Online-Petition.

Tatmotiv Ehre

06.03.2013

Eine Wanderausstellung von TERRE DES FEMMES zu Gewalt an Frauen und Mädchen im Namen der Ehre

Vernissage: Donnerstag, 7.März um 18 Uhr

Ort: VHS Bielefeld (kleiner Saal) Ravensberger Park 1. 33607 Bielefeld

Begrüßung/Einführung: Dr. Norma Driever, TDF- Kordinatorin der Städtegruppe Bielefeld

Vortrag: Esma Cakir-Ceylan, Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland e.V.

Ausstellungszeitraum:

7.-20. März 2013 VHS Bielefeld

22. März-5. April Universität Bielefeld

Die Wanderausstellung informiert auf 34 großformatigen Tafeln mit Fotos und Texten über die grausame Praxis von Verbrechen im Namen der Ehre, aber auch der mutige Kampf von Aktivistinnen aus dem Libanon, Brasilien, Bangladesch, Pakistan, aus der Türkei, der Schweiz und aus Deutschland, die sich gegen diese Menschenrechtsverletzungen an Frauen einsetzen.

Eine Kooperation der TERRE DES FEMMES Städtegruppe Bielefeld mit der VHS Bielefeld, DIE LINKE Ratsfraktion Bielefeld und Bundesverband der Migrantinnen in Deutschland e.V.

25 Jahre Mädchenhaus Bielefeld e.V. - Fachtag am 27.11.2012

29.10.2012

“Sexualisierte Gewalt  gegen Mädchen und junge Frauen - zwischen neuen und alten Herausforderungen” sind die Themen des Fachtages am 27.11.2012, zu dem wir herzlich einladen.

Wir freuen uns, dass unsere Ministerin Barbara Steffens vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW die Fachveranstaltung eröffnen wird.

Frau JProf.  Dr. Eyssel, Univesität Bielefeld, wird über die Auswirkungen von Vergewaltigungsmythen auf die Situation von Mädchen im Strafverfahren referieren.

Frau Prof. Krahé, Universität Potsdam, referiert  zur Problematik unfreiwilliger Sexualkontakte unter Jugendlichen.

Die Abteilungen und Angebote des Mädchenhauses geben in Form von Weltcafés einen Einblick in ihre Arbeit.

Nähere Informationen sowie die Anmeldung erhalten Sie hier.

anders und gleich

22.10.2012

Wer ab heute in sechs NRW-Hauptbahnhöfen ein- oder umsteigt, der lernt sie kennen: Das ältere Frauenpaar Ellen und Katharina auf Radtour, den schwulen Daniel mit Maibaum auf dem Weg zu seinem Carlos, den transsexuellen Damian und die bunte Truppe Fußballfans mit den vielen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten. Im Rahmen der Kampagne „anders und gleich – Nur Respekt Wirkt“ gegen Homo- und Transphobie werden auf Infoscreens der Bahnhofs die vier Plakat-Motive der Kampagne gezeigt.

Weitere Infos: www.andersundgleich-nrw.de

 

In eigener Sache

12.10.2012

Die Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat hat die Chance, 1.000 € zu gewinnen. Denn wir machen bei einer großen Vereins-Spendenaktion im Internet mit! Unter dem Motto „DiBaDu und Dein Verein“ spendet die ING-DiBa je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Welche das sind, bestimmen die Internetnutzer mit Ihrer Stimme – also auch Du!

Abgestimmt werden kann unter www.ing-diba.de/abstimmen. Jeder Internetnutzer darf drei Stimmen vergeben. Man kann seine drei Stimmen auch nur einem Verein geben – wir freuen uns natürlich, wenn wir mit allen drei Stimmen unterstützt werden.

Iss Zucker und sprich süß

05.09.2012

Ein Filmvortrag am Donnerstag, den 13.09.2012, Einlass ab 18:30 Uhr, in der VHS Bielefeld im Murnau Saal (pro familia Bielefeld und Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat, Mädchenhaus Bielefeld e.V. in Kooperation mit der VHS Bielefeld).

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

5 Jahre Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat

02.07.2012

Das Mädchenhaus Bielefeld betreibt seit fünf Jahren die Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat für Nordrhein-Westfalen. Bisher konnte in knapp 900 Fällen im Kontext Zwangsheirat beraten werden

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Fachberatungsstelle steht Ihnen hier die Pressemitteilung mit weiteren Informationen zur Verfügung.

Stellungnahmen yezidischer Vertretungen

10.02.2012

Pressemitteilung des Zentralrat der Yeziden in Deutschland und Stellungnahme der Yezidischen Jugend e.V. zu den jüngst begangenen Morden. Der Zentralrat der Yeziden in Deutschland verurteilt darin sowohl derartige Gewalttaten als auch Zwangsehen.

Hier die Links zur Pressemitteilung und zur Stellungnahme der Yezidischen Jugend.

Wir trauern um Arzu Özmen!

15.01.2012

Arzu Özmen

In Gedenken an Arzu Özmen findet am Samstag, den 21. Januar 2012 ein Trauermarsch in Detmold statt. Der Trauermarsch beginnt um 16:00 Uhr und endet um 18:30 Uhr. Treffpunkt ist die Bäckerei "Ihr Bäcker e.K." in der Hornschen Straße 239 in Detmold, wo Arzu bis vor einiger Zeit ihre Ausbildung absolvierte. Der Marsch wird vor der Bäckerei starten und sich weiter in Richtung Detmolder Innenstadt und Marktplatz bewegen.

Weitere Informationen gibt es hier.

Stellungnahme zur Zwangsheirat-Studie

10.12.2011

Es gibt eine Stellungnahme zur Studie: „Zwangsverheiratung in Deutschland – Anzahl und Analyse von Beratungsfällen", die von Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats und TeilnehmerInnen eines Workshops unterzeichnet wurde. Hier der Link zu der Stellungnahme in der Zeitschrift MIGAZIN.

Wissenschaftliche Untersuchung zu Zwangsverheiratung in Deutschland

10.11.2011

Die wissenschaftliche Untersuchung wurde am 09.11.2011 zu „Zwangsverheiratung in Deutschland – Anzahl und Analyse von Beratungsfällen“, von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) vorgestellt.

Im Jahr 2008 sollen 3443 Mädchen und Frauen Beratungsstellen aufgesucht haben, um einer Zwangsverheiratung zu entgehen.

Die Kurzfassung der Untersuchung mit weiteren interessanten Ergebnissen finden Sie auf der Homepage des Bundesfamilienministeriums.

Erzwungene Ehen - Thema in frauTV im WDR Fernsehen

15.07.2011

Auch junge Männer können Opfer von Zwangsehen werden. Wie es ist, mit 14 Jahren bereits mit der Cousine verlobt zu werden, warum Familien kein „Nein“ akzeptieren, wie man sich in der Hochzeitsnacht fühlt - All das haben zwei Betroffene der Autorin Anke Wolf-Graaf erzählt. Der Bericht über "Erzwungene Ehen" läuft am Donnerstag, 07. Juli 2011, 22.00 - 22.30 Uhr, in der Sendung frauTVim WDR Fernsehen (und wird am Montag, 11. Juli 2011, 11.30 - 12.00 Uhr wiederholt).

Fatma Sonja Bläser von der Beratungsstelle "Hennamond", die neben jungen Frauen auch jährlich 120 junge Männer berät, wird in dem Beitrag von frauTV deutlich machen, welche Unterschiede es bei der Zwangsverheiratung von Mädchen und Jungen gibt.

Gesetz zur Bekämpfung von Zwangsheirat verabschiedet

10.06.2011

Der Bundestag hat am 17. März 2011 ein Gesetz zur Bekämpfung von Zwangsheirat verabschiedet. Demnach wird Zwangsheirat künftig als eigenständiger Straftatbestand in das Strafgesetzbuch (§237 StGB) aufgenommen.

Wer einen Menschen zu einer Heirat zwingt, kann künftig mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft werden. Ausländische Staatsangehörige, die Opfer von Zwangsverheiratungen sind und von der Rückkehr nach Deutschland abgehalten wurden, können unter bestimmten Voraussetzungen ein eigenständiges Wiederkehrrecht erhalten. Die Frist zur Stellung des Antrags auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis beträgt zehn Jahre seit dem Zeitpunkt der Ausreise. Der Antrag ist während dieses Zeitraums innerhalb von drei Monaten nach Wegfall der Zwangslage zu stellen. (§ 37 Abs. Abs. 2a Aufenthaltsgesetz).

Die Antragsfrist zur Aufhebung der Zwangsehe wird im Bürgerlichen Gesetzbuch von einem auf drei Jahre verlängert (§ 1317 Absatz 1 Satz 1 BGB). Im Gesetz enthalten ist eine Erhöhung der Mindestbestandszeit der Ehe zur Erlangung eines eigenständigen Aufenthaltstitels von zwei auf drei Jahre.*

Nachdem das Gesetz am 15. April 2011 den Bundesrat passiert hat, wird es nach seiner Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

Mehr dazu hier.

* In einem von Terre des Femmes organisierten Appell hat auch das Mädchenhaus Bielefeld e.V. gemeinsam mit mehr als 50 Frauenrechtsorganisationen und Expertinnen im Januar 2011 gegen eine Erhöhung protestiert. Hier gibt es den Appell als PDF zum Download.

Neue europäische Konvention soll Frauen besser vor Gewalt schützen

09.05.2011

Eine neue europäische Konvention soll Frauen künftig besser vor Gewalt schützen. Zu den ersten 13 Ländern, die das Dokument bei einem Treffen des Europarats in Istanbul am 11. Mai 2011 unterzeichneten, gehören unter anderem Deutschland, Frankreich, Spanien, Griechenland und das Gastgeberland Türkei.

.Staaten wie Russland aber auch Großbritannien sind gegen die Konvention, im Fall Großbritanniens auch, weil einzelne Punkte Auswirkungen auf die Asylgesetzgebung haben können. An dem Treffen des Ministerkomitees des Europarats nahmen VertreterInnen aus den 47 Mitgliedsstaaten teil.

In der Konvention beschloss der Europarat allgemeine Grundsätze und konkrete Maßnahmen: So müssen Telefon-Hotlines, Frauenhäuser, Beratungsstellen und besondere medizinische Dienste eingerichtet werden. Zudem verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten, Probleme wie Zwangsehen anzugehen, die Gleichheit von Mann und Frau in den Verfassungen und dem Rechtssystem zu verankern sowie sämtliche diskriminierende Vorschriften abzuschaffen. Eine internationale Expertengruppe soll die Umsetzung überwachen.

Mehr zum Thema hier.

Bisher wurde das Übereinkommen von Deutschland noch nicht ratifiziert. Der aktuelle Stand der Unterzeichnungen und Ratifizierungen findet sich über die vollständige Liste der Verträge des Europarates (siehe Vertrag Nr. 210).

4. Netzwerktreffen im Mädchenhaus Bielefeld e.V.

09.02.2011

Organisationen, welche Mädchen und Frauen helfen, die mit Zwangsheirat und Gewalt konfrontiert sind, stehen immer häufiger vor der Situation, dass junge Frauen gemeinsam mit einem Partner oder einer Partnerin Schutz suchen. Wie dem Rechnung getragen werden kann, war Schwerpunktthema des vierten Treffens des nordrhein-westfälischen Netzwerks für die Selbstbestimmungsrechte junger Migrantinnen. Es bildete sich eine Arbeitsgruppe, die ein Positionspapier zu diesem Handlungsfeld vorbereitet.

Im Bericht über das Treffen heißt es u.a.: "Das 'Netzwerk für die Selbstbestimmungsrechte junger Migrantinnen' bündelt die Informationen und Erfahrungen von 15 Mitgliedsorganisationen aus ganz Nordrhein-Westfalen, die sich für junge Frauen einsetzen, die von Zwangsheirat und Gewalt im Namen der so genannten Ehre betroffen sind, und vertritt die Interessen dieser jungen Frauen in politischen Entscheidungsprozessen. Zweimal jährlich veranstaltet das Netzwerk Treffen mit Expertinnen und Multiplikatorinnen, um Erfahrungen und Informationen auszutauschen, politische Entwicklungen zu besprechen, Themenschwerpunkte zu setzen und gemeinsame Standpunkte zu erarbeiten."

Mehr Informationen zum Treffen hier. (Foto: Gudrun Tack, Mädchengruppe AWO Jugendmigrationsdienst, Lippstadt)